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Gleichberechtigung im Alevitentum

Ein Zitat aus der alevitischen Tradition:

„Sieh nicht, ob jemand Mann oder Frau ist – sieh, ob in seinem Herzen Licht ist.“

Gleichberechtigung im Alevitentum

Im Alevitentum sind Frauen und Männer gleichberechtigt – im Glauben, in der Gemeinschaft und im täglichen Leben. Diese Gleichstellung ist kein modernes Zugeständnis, sondern tief im Glauben selbst verankert.

Der Mensch steht im Mittelpunkt

Aleviten glauben, dass alle Menschen gleichwertig sind, unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder sozialem Stand. Entscheidend ist nicht, wer man ist, sondern wie man handelt – ob man ehrlich, gerecht, liebevoll und hilfsbereit lebt.


Frauen und Männer tragen beide die gleiche Verantwortung, sich zu bilden, Gutes zu tun und einen positiven Beitrag zur Gemeinschaft zu leisten.

Gemeinsames Beten und Handeln

Im Cem, der religiösen Zusammenkunft, sitzen Frauen und Männer nebeneinander. Sie beten, singen und tanzen (Semah) gemeinsam. Es gibt keine Trennung oder Ungleichbehandlung.
Diese Praxis zeigt: Beide Geschlechter sind gleich wichtig in der Verbindung zu Gott und in der Gestaltung der Gemeinschaft.


Vorbildliche Frauen im Glauben


Im Alevitentum werden Frauen seit jeher geehrt und als Vorbilder gesehen. Besonders Fatma Ana (Fatima), die Tochter des Propheten Mohammed und Ehefrau von Ali, wird als Symbol für Reinheit, Weisheit und Mitgefühl verehrt.

Auch Kadıncık Ana, eine wichtige Gestalt in der frühen alevitischen Geschichte, steht für Stärke, spirituelle Führung und Wissen. Frauen wie sie zeigen, dass spirituelle Autorität nicht an das Geschlecht gebunden ist.


Gleichberechtigung als gelebter Wert


Das Alevitentum fördert Bildung und Selbstbestimmung für alle und lehnt jede Form von Diskriminierung ab.​

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